Herbstliche Aktivitäten der Landesgruppe Berlin-Brandenburg

Am 14. November 2019 war es mal wieder soweit. Die Landesgruppe Berlin-Brandenburg hatte Tobias Baldus eingeladen, einen Vortrag über Egon Brütsch zu halten. Der Referent Tobias Baldus ist (noch) Student der Wissenschafts- und Technikgeschichte und beschäftigt sich seit Schulzeiten intensiv mit dem Thema Egon Brütsch. Egon Brütsch selber wurde in den breiteren Kreis von Automobilenthusiasten in den 50ziger Jahren bekannt, als er skurrile Fahrzeuge, so den Brütsch Zwerg und die Brütsch Mopetta konstruierte und vermarktete. Zuvor, noch vor dem 2. Weltkrieg, war Egon Brütsch als Lebemann auf diversen Rennpisten Europas unterwegs, um auf Bugatti und Alfa Romeo als Amateurfahrer an Rennen teilzunehmen. Finanzieren konnte er diese Rennen durch das elterliche Vermögen. Nach dem 2. Weltkrieg entdecke er seine Kontrukteursader und wollte den Kleinwagenmarkt aufrollen. Diverse Anläufe mit diversen Pleiten waren das Ergebnis. Aus heutiger Sicht alles eigenartige Fahrzeuge, die gerade wegen ihrer zeittypischen Eigenarten Höchstpreise erzielen. Damals jedoch konnten sie nicht in ausreichender Zahl an den Mann gebracht werden.

 

Nur eine Woche später fand in Berlin die Motorworld 2019 statt, wo die ASC Landesgruppe Berlin-Brandenburg traditionell zum 5. Mal einen Clubstand organisierte. Dieses Jahr gab es gleich drei Messen unter einem Termin und unter einem Dach. Die „Boot und Fun“, die „Anglermesse“ und die „Classic Motorworld“. Tatsächlich führte dies dazu, dass ein reger Strom von Zuschauern, die nicht unbedingt alleine zu einer Automesse gekommen wären, durch die Hallen wandelten und auch an unserem Stand verweilten. Dort konnten wir dieses Jahr einen Brennabor Typ Ideal von 1926, einen in Berlin montierten Ford A und einen Robur Typ Garant von 1955 präsentieren. Der Brennabor und der Robur erhielten in Ihren Klassen sogar jeweils 2. Preise in Form von silbernen Bären. Nach 4 ½ Tagen Messedauer waren allerdings alle Beteiligten erschöpft. Immer wieder ist es eine Herausforderung für alle einen Stand für eine so lange Ausstellungsdauer mit Personal zu bestücken, zumal alle Zeiten doppelt belegt sein müssen. In der Gesamtschau war die Messe ein schöner Erfolg für unsere Landesgruppe, auch wenn wir Kritik an der Dauer der Messe üben mussten.

Heidi Hetzer ist gestorben

Ein Nachruf ihrer Berliner Schnauferlschwestern & Brüder

„Ich lebe nicht mehr, aber ich habe gelebt.“ Mit dieser auf schwarzer Fläche auf ihrer Website geschriebenen Mitteilung hat sie sich von uns verabschiedet.

Schon als sie zu ihrer Weltumfahrung mit einem Hudson Straight Eight aufbrach, der noch älter war als sie, hatte sie in Betracht gezogen, dass sie vielleicht nicht wiederkomme. Sie hat selber dieses Goethe zugeschriebene Zitat vorbereitet.

Wider Erwarten holte sie der Tod zu Hause in Berlin in ihrer Wohnung ab und nicht unterwegs. Eigentlich ist ein schöner Tod, ohne Blaulicht, Krankenhaus, OP oder ähnliches.

Sie ist einfach eingeschlafen, unsere Heidi.

Wir hatten sie für quasi unsterblich gehalten, denn sie hatte Nehmer- und Wiederaufsteherqualitäten wie keine Zweite. Sie konnte allerding auch austeilen, wenn nötig. Diplomatie war nicht ihre Stärke, sondern Direktheit. Sie war die Verkörperung der „Berliner Schnauze“; die zahlreichen Clubabende mit ihr waren immer unterhaltsam, denn sie konnte und wollte zu jedem Thema mitreden. Auch als Kassenprüferin im ASC. Dort hinterfragte sie jedes Detail der Buchhaltung; sehr zum Grausen des amtierenden Schatzmeisters. Wenn allerdings die Fragen geklärt waren, war alles gut. Nachtragend war sie auf keinen Fall.

Sie war uns ein Vorbild, was die Durchsetzung von persönlichen Zielen anging. Sie war auch eine Vorreiterin für die Aufnahme von Damen in den ASC, ihrer Landesgruppe Berlin. Zunächst als Vertreterin der Firma Opel Hetzer, die offiziell hier Mitglied wurde. Faktisch aber als erste aktive Schnauferlschwester in Berlin, als dieses offiziell noch gar nicht ging. Mit der offiziellen Möglichkeit ab dem Jahr 2010 frage sie sich und mich dann, ob es jetzt überhaupt Sinn mache, sich um eine Aufnahme zu bewerben, wo es jetzt so einfach geworden sei. Typisch unser Heidi, wenn sie ein Ziel erreicht hatte, suchte sie sich ein neues. Ausruhen gab es nie. Noch im September 2018 nahm Sie am Pflaumenkuchen-Essen bei unserem Präsidenten SB Claus H. Wulff auf seinem Anwesen teil. Da ist auch das Foto entstanden. Kurz danach brach sie zu ihrer Afrika-Durchfahrt auf. Nachdem auch dieses Ziel erreicht war, lebte sie nur noch eine Woche.

Wir werden sie sehr vermissen!

Deine Berliner Schnauferlschwestern & Brüder!

Günther Jauch auf Stippvisite beim Schnauferl Club Stand

Zum 4. Mal fand Anfang Oktober 2018 in Berlin die MotorWorld auf dem Messegelände am Funkturm statt und der Schnauferl Club zeigte sich zum 4. Mal mit einem eigenen Stand. Genauer gesagt hatten wir einen Doppelstand mit dem 1. Brennaborverein, denn unser Club verfügt über einen Brennabor von 1912, der als Bindeglied zwischen beiden Ständen diente. Ausserdem zeigten wir einen Packard von 1930, so dass der Schwerpunkt Vorkriegsfahrzeuge vom Schnauferl Club hervorragend repräsentiert wurde.

Beide Stände waren sehr gut besucht, nicht nur von Günther Jauch. Am Ende wurde der Brennabor Stand sogar für den drittschönsten Clubstand der gesamten Messe prämiert. Wir freuen uns, einen Teil zu dieser Auszeichnung beigetragen haben zu dürfen. Auf ein nächstes Mal. 

Sonntagsausfahrt am 15. Juli 2018

Wie jedes Jahr haben wir auch in diesem Juli unsere traditionelle Sommer-Sonntagsausfahrt unternommen. 17 Teilnehmer, u.a. ein Ford A von 1930, ein Packard von 1938, eine Chevrolet Corvette von 1966 und viele andere interessante Fahrzeuge trafen sich an dem ehemaligen Kontrollpunkt zwischen West-Berlin und der DDR, ganz im Westen der damals geteilten Stadt an der Heerstraße. Über romantische Landstraßen ging es im Zick-Zack durch Brandenburg, insbesondere durch das Örtchen Linum, bekannt als Storchendorf, zum Hakenberg. Weiter ging es nach Wustrau in das örtliche Preußenmuseum, welches die Geschichte Preußens von der Gründung bis zum Niedergang mit beeindruckenden Exponaten darstellt. Die hervorragende Organisation und sogar den Eintritt für das Museum übernahm unser Sportreferent SB Dieckert. Vielen Dank dafür, lieber Reiner!

Garageneinweihung

Am Sonntag, dem 27. Mai 2018 lud uns unser Schnauferlbruder Reiner Dieckert zu seiner Garageneinweihung in Falkensee ein. Diesem Fest gingen monatelange Arbeiten voraus, um die Garage aufzuräumen und zu dekorieren. Der Einladung folgten fast 30 Gäste, die teilweise mit ihren Oldtimern vorfuhren. Der Gastgeber bewirtete uns reichhaltig. Einige Gäste blieben bis zum späten Abend. Wir hoffen auf regelmäßige Besuche in dieser wunderschönen Garage.

Weihnachtsfeier 2017

Seit Jahren feiern wir im St. Michaels, Bismarckallee 23 in Berlin-Grunewald unser traditionelles Weihnachtsgänseessen.

Die diesjährige Weihnachtsfeier stand ganz im Zeichen von Gustav Braunbeck, nachdem wir letztes Jahr uns ausführlich mit dem Clubgründungspokal und dem 1. Clubbuch beschäftigt hatten, welches mit Einträgen vom Juni 1900 (!) beginnt. Gustav Braunbeck war nicht nur Gründungsmitglied des ASC sondern auch der 1. Präsident. 28 Jahre, von 1900 bis zu seinem Tod 1928, war er Präsident. Eine bis heute nicht wieder erreichte Leistung.

Die Betrachtungen des Lebens und Wirkens von Gustav Braunbeck endeten mit dem Fazit unseres Präsidenten Claus H. Wulff, dass es ohne Gustav Braunbeck die diesjährige Weihnachtsfeier nicht gegeben hätte. Wie wahr.

MotorWorld Berlin 2017

Von Donnerstag, dem 05.10.2017 bis zum Sonntagnachmittag, dem 08.10.2017 fand zum dritten Mal in Berlin die MotorWorld statt. Dabei handelt es sich um die einzige Oldtimermesse von Relevanz in Berlin. 

Aus diesem Grund war die Landesgruppe Berlin von der ersten Messe an dabei und repräsentierte jetzt zum dritten Mal erfolgreich den Schnauferlclub. Auf unserem Stand waren die drei ältesten Fahrzeuge der gesamten Messe ausgestellt, ein Milburn Elektrik von 1918, ein Lion Peugeot von 1911 und ein Opel Rennwagen ebenfalls von 1911.

Unser Stand räumte zwei Preise in Form von Silbernen Bären ab und zwar für das seltenste Fahrzeug, den Milburn Elektrik von 1918 und für das älteste, unrestaurierte Fahrzeug, den Lion Peugeot von 1911. 

Wegen des großen Erfolges werden wir nächstes Jahr wieder dabei sein.

Ausfahrt nach Großbeeren am 15. Juli 2017

Am Sonnabend, den 15.07.2017 fand eine denkwürdige Ausfahrt statt. 

Vom Treffpunkt, am Flughafen Schönefeld, ging es über große und kleine Straßen nach Großbeeren, wohin uns SB Axel Quittkat eingeladen hatte. Dort besitzt er ein privates Museum zum Thema "Preußische Traditionen". 

Bestandteil dieses Museums ist auch der letzte Paradewagen der DDR-Regierung, ein offener GAZ, ausgestattet unter anderem mit einem elektro-mechanischem Teleprompter von dem die Texte abgelesen werden konnten. Höhe der Veranstaltung war ein Film aus 1994 der uns als damals noch junge (bzw. jüngere) Schnauferlbrüder in Wriezen, nordöstlich von Berlin zeigt, wie eine restaurierte Tanksäule der Marke BEVAULIN eingeweiht wurde. Die Restaurierungskosten hatte unser Gastgeber Axel Quittkat übernommen. 24 begeisterte Schnauferlbrüder & Schnauferlschwestern inkl. Begleitung waren der Einladung gefolgt. Die Tanksäule steht übrigens noch heute in altem (neuen) Glanz in Wriezen auf dem Marktplatz.

Anfahren 2016

Dieses Jahr startete der ASC Berlin am 03.04.2016 Richtung Brandenburg an der Havel. Die Wegstrecke führte vom Olympiastadium zum ehemaligen Walzwerk in Brandenburg, welches heute ein Industriemuseum ist. Vorort gab es eine extrem interessante Führung durch das Industriemuseum, die mit der allgemeinen Erkenntnis endete, dass unsere heutigen Arbeitsbedingungen egal ob in Büro oder Produktion unvergleichlich humaner sind, als die dort vorgeführten Professionen. Ausserdem gab es eine unsere Bildung erweiternde Führung durch das angeschlossene Brennabormuseum. Alle Teilnehmer waren rundum zufrieden.

Sommerfahrt nach Finowfurt und Wandlitz

Am 17. Juli 2016 um 10 Uhr war Start in Alt Friedrichsfelde (gehört zu Berlin). Petrus sorgte dafür, dass die Cabrio-Fahrer besonders gefordert waren. Dach auf, Dach zu. Regenschauer und Sonnenabschnitte begleiteten uns. Diesmal hatte sich SD Ina Nagel etwas Besonderes ausgedacht: einen Zwischenstopp in Finowfurt. Auf einem ehemaligen Militärflugplatz, der nach dem 2. Weltkrieg von den sowjetischen Truppen genutzt wurde, entstand nach der Wende ein sehenswertes Luftfahrtmuseum. Gezeigt werden Flugzeuge, Hubschrauber und die dazugehörige Technik. Flugzeugwracks sind ebenfalls vorhanden, u.a. zwei Focke-Wulf-Wracks, die in der Gegend um Finowfurt gefunden wurden. Unter den Fahrzeugen befindet sich auch eine sehr gelungene

Ausstellung historischer Feuerwehren. Unser Ziel war Wandlitz im brandenburgischen Landkreis Barnim. In den 1920er Jahren gründeten dort Künstler, zu denen auch der Schriftsteller Carl Zuckmeyer gehörte, eine Wohnkolonie. Die wirklich gelungene Ausfahrt wurde beendet mit einem gemeinsamen Mittagessen. Dazu gab es eine herrliche Aussicht auf den Wandlitzsee.

ASC Berlin auf der Motorworld 2016

Vom 06.10.16 bis zum 10.10.16 fand in Berlin in den historischen Hallen unter dem Funkturm die Motorworld Classics Messe statt. Wie im Vorjahr konnten wir uns auch dieses Jahr mit einem eigenen Clubstand präsentieren. Auf unserem Clubstand konnten 5 Club eigene Fahrzeuge ausgestellt werden, die viele Interessierte anzogen. Insbesondere das älteste Fahrzeug der Messe, unser Club eigener Brennabor von 1912, zog die Besucher an. Viele Clubmitglieder waren in der Standbetreuung aktiv. Es konnten neue Bekanntschaften geschlossen und alte gepflegt werden, insbesondere weil an diesem Wochenende auch das Treffen aller Landesgruppenpräsidenten in Berlin stattfand, die es sich nicht nehmen ließen, unseren Stand zu besuchen. Wir planen eine Wiederholung im nächsten Jahr.